Kita-Hund

Tiere nehmen in der Welt von Kindern und Erwachsenen einen wesentlichen Platz ein. Mit Tieren fühlen sich Menschen unmittelbar verbunden.

Die Verbundenheit mit der Natur und die Nähe zu Tieren ist für Menschen ein Grundbedürfnis. Die tiergestützte Pädagogik nutzt die positive und einmalige Wirkung der Tiere bei der Erziehung und Bildung.

Durch Kontakt mit Tieren wird Kindern die Gelegenheit gegeben Kompetenzen zu fördern und zu stärken. Die Kommunikation auf nonverbaler Ebene erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Konzentration. Kinder lernen so unterschiedliche Ebenen der Kommunikation kennen und einzusetzen.

Wir begleiten und unterstützen unsere Kinder auf dem Weg zu einem harmonischen Miteinander zwischen Mensch und Tier. Seit über 20 Jahren leben und arbeiten wir in unserer Einrichtung mit einem Hund.

Seit April 2012 leben wir mit Romy, unserem mittlerweile dritten Kita-Hund in unserer Einrichtung. Romy ist eine Labradorhündin (geboren im November 2011). Ihre Ausbildung zum Grundgehorsam hat sie bestanden. Sie befindet sich weiter in Ausbildung.

Im Miteinander mit den Kindern hat sie gelernt, Zeichen zu erkennen, sich zurück zu nehmen. Wichtig ist, dass alle Begegnungen mit dem Hund erwünscht sind. Ängstliche oder unsichere Kinder werden behutsam an den Hund herangeführt. Wir sehen es als große Chance Kinder in einem geschützten Raum an den Umgang mit Hunden zu gewöhnen. Dabei geben wir allen Beteiligten genügend Raum und Zeit. Unsere Kleinen lieben es, mit Romy zu kuscheln, von ihr behütet zu werden, die größeren übernehmen schon gerne Verantwortung.

Tägliche Spaziergänge mit Romy, Leinenführigkeit, kleine Kommandos wie „Sitz“ „Platz“ und „Bleib“ machen den Kindern sehr viel Freude und fördert ihre Selbständigkeit und Sachkompetenz. Beim Spielen im Garten werden beim Bällchen werfen auch die nicht so bewegungsfreudigen Kinder angesprochen und durch den Hund motiviert. Durch einen verantwortungsbewussten Umgang zwischen Mensch und Tier können wir unseren Kindern Werte mit auf den Weg geben, von denen sie ihr Leben lang zehren können.

Eltern, die ihre Kinder in unserer Einrichtung anmelden, werden über den Hund informiert. In der Eingewöhnungszeit werden Eltern und Kinder an den Umgang mit dem Hund gewöhnt und über Regeln im Umgang informiert. Sollte ein schon aufgenommenes Kind z. B. eine Allergie entwickeln müssen Lösungen im Interesse des Kindes gefunden werden.

Der Umgang der unter drei Jährigen mit dem Hund muss besonders sensibel betrachtet werden. Räume in denen sich die Kleinen aufhalten, wie z. B. Schlafraum und U3 Ecke sind für den Hund Tabuzone.

Unsere Kinder haben die Möglichkeit in einem geschützten Raum den Umgang mit einem Hund zu erlernen. Sie übernehmen Verantwortung, fühlen sich sicher auch bei Begegnungen mit fremden Hunden, da sie die Regeln des Miteinanders gelernt und umgesetzt haben. Erfahrungen haben gezeigt, dass unsere Kinder keine Probleme mit fremden Hunden haben, mit denen man im Alltag konfrontiert wird. Sie zeigen weniger Ängste und sind sicher im Umgang mit anderen Hunden, da sie das Regelwerk erlernt und umgesetzt haben. Als Spielgefährte und Seelentröster ist unser Hund unschlagbar und wird von allen Kindern, Eltern, und Teammitgliedern als fester Jede gute Beziehung erfordert Achtung. Denn nur aus Achtung entsteht Vertrauen. Nur wenn man von seinem Partner geachtet und damit gleichsam respektiert wird, erwächst gegenseitiges Vertrauen. Dies ist  – wie in jeder anderen Beziehung  – auch die Basis einer funktionierenden harmonischen Partnerschaft zwischen Mensch und Hund.